Einerseits wurde der ausdrüdkliche Wunsch der
Denkmalpflege und des Ortsbildschutzes respektiert, nämlich die
Hintergrundsilhouette der Kirche nicht zu stören, anderseits erschwerte
der Standort am Hang die Aufgabe, insbesondere deshalb, weil die Einstellhallen
grosse Vorplätze bedingen, die zwangsläufig Einschnitte in
die Topografie erfordern. Das Gebäude sollte seiner Bedeutung entsprechend
an der Strasse stehen, deshalb wurden die Einstellhallen rückwärtig
zur Verwaltung platziert.
Das Hauptanliegen war, das Gemeindehaus in ein Ortsbild mit dominanten
öffentlichen wie privaten Bauten einzubinden, ein Ensemble von
zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden mit starker Präsenz
zu ergänzen, ein Gebäude zu erstellen, das sich selbstbewusst
zu behaupten weiss, jedoch respektvoll einfügt.
Es war das Resultat eines langwierigen Entwicklungsprozesses, so unterschiedliche
Nutzungen wie Einstellhallen für Feuerwehr und Bauamt, Räume
für die Verwatung, eine Wohnung sowie ein Kindergarten in einem
Gebäude unterzubringen, ein Gebäude mit unterschiedllichen
Strukturen, Dimensionen und Fassadenöffnungen zu konzipieren, dem
wohl die innere Struktur an der äusseren Gestalt ablesbar ist,
jedoch nicht in seine Einzelteile zerfällt, sondern eine Einheit
bildet.
Obwohl die Anlage in kompakter Form konzipiert wurde, mussten gegenseitige
Störungen der unterschiedlichen Nutzungen vermieden werden. Innerhalb
der einzelnen Nutzungsbereiche mussten optimale Abläufe sowie die
Anforderungen an eine anspruchsvolle architektonische Gestaltung erfüllt
werden.
Furter Eppler Partner Architekten BSA SIA SWB Wohlen / Birrwil