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Überzeugt, dass gültige Werke
der Architektur heute notwendigerweise komplexe Synthesen zahlreicher
unterschiedlicher Anliegen bilden, verfolgen wir in unseren Arbeiten verschiedene
Ziele gleichzeitig.
In bestimmtem Sinn Funktionalisten, gehen wir von einem erweiterten Funktionalismusbegriff
aus. Bezug zum Ort des Eingriffs, städtebauliche Folge, Nutzung,
Raum, Licht und Sonne, Natur und Artefakt, Aussenraum in seinem Verhältnis
zum Innenraum, Privates und Kollektives, Materialien in ihren qualitativen,
empfindungsmässigen, technischen, ökologischen Auswirkungen,
das Bewusstsein der öffentlichen, damit kulturellen Dimension privaten
wie öffentlichen Bauens, Ökonomie verstanden als Ansporn zur
kreativen Beweglichkeit innerhalb eines Rahmens, Symbolgehalt von Formen
und Materialien.
Anstelle schneller Vereinfachung der Aufgabe durch Elimination von Randbedingungen
versuchen wir bauliche Lösungen zu entwickeln, die in ihrer Vielschichtigkeit
Aussagen zu den genannten Bereichen machen. Dass dabei kein Stil im engeren
Sinn unmittelbar erkennbar wird, ist Konsequenz aus der je anderen Aufgabe.
In diesem Licht sehen wir auch unser Verhältnis zur Bauherrschaft.
Ihre Anliegen verstehen wir als wichtige und hilfreiche Pflöcke,
weil sie in einem wie beschrieben weiten Feld Richtschnüre spannen
lassen.
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